Griechenland: Die Lösung wurde nicht gewollt

Griechenland kommt einem vor wie ein arbeitsloser Schlucker mit einer Millionenschuld, dem man nun noch den sonntäglichen Cervelat vom Grill nimmt. Das eingesparte Geld macht die Schuld kein bisschen kleiner, bloss den Menschen, der sie doch noch abtragen soll.

Die paar Milliarden, die den Griechen durch Senkung der Renten und Erhöhung der Mehrwertsteuer abgepresst werden, tragen so gut wie nichts zur Erleichterung der Gesamtschuld von über 300 Mrd. bei, zumal dadurch die Produktivkraft weiter geschwächt wird. Ein Arbeiter wird nicht leistungsfähiger, indem man ihn auf Wasser und Brot setzt.
Die griechische Krise wäre natürlich lösbar gewesen. Aber dass es nicht getan wurde, wirft einen schweren Schatten auf die jüngsten Vereinbarungen zwischen der Eurozone und Griechenland, der die weitere Entwicklung verdunkeln wird.

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Über

Christoph Pfluger

Submitted by reto on Do, 07/13/2017 - 08:33

Christoph Pfluger ist seit 1992 der Herausgeber des Zeitpunkt. "Als Herausgeber einer Zeitschrift, deren Abobeitrag von den Leserinnen und Lesern frei bestimmt wird, erfahre ich täglich die Kraft der Selbstbestimmung. Und als Journalist, der visionären Projekten und mutigen Menschen nachspürt weiss ich: Es gibt viel mehr positive Kräfte im Land als uns die Massenmedien glauben lassen".

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