Filmtipp – Zeit für Stille

Wie spricht man über Stille? Patrick Shen hat mit seinem Film «Zeit für Stille» einen Versuch gewagt.

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Was ist Stille? Die Ruhe nach einem lauten Schrei? Ein glatter See in der Landschaft? Die Weite der Wüste? Meist ist es eher ein Gefühl das sich einstellt, wenn wir still werden, oder unsere Wahrnehmung die sich verändert, wenn wir uns der Stille hingeben.

Doch wie spricht man über Stille? Der amerikanische Regisseur Patrick Shen versucht sich dem Thema filmisch zu nähern. Sein Dokumentarfilm «Zeit für Stille» erforscht auf meditative Weise unsere Beziehung zu Stille, Geräuschen und dem Einfluss von Lärm auf unser Leben. Dabei führt er die Zuschauer etwa von einer traditionellen Teezeremonie in Kyoto auf die Straßen von Mumbai, während der wilden Festzeit. 

«Es ist eine Huldigung an die Unbeschreiblichkeit der Stille», beschreibt es Patrick Shen. «Letztlich hoffe ich, dass der Film das Publikum dahingehend bewegt, ruhiger zu werden und dass er einen neuen Blick auf die Welt ermöglicht.»

Noch läuft der Film im Kino Houdini in Zürich, danach auf DVD.

Zeit für Stille, Patrick Shen, Dokumentarfilm USA 2017, 81 Minuten.

17. Dezember 2017
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